Leistungsspektrum

EKG

Schon mehr als 100 Jahre werden die elektrischen Ströme in Kurven „sichtbar“ gemacht. Auch wenn das EKG schon in die Jahre gekommen ist, an Bedeutung für den Arzt hat es nichts verloren. Mit 10 Elektroden (bei uns sind es Saugelektroden) werden durch standardisierte unterschiedliche Schaltungen verschiedene Ableitungen erstellt und digital abgespeichert. Mit diesen EKG-Ableitungen können wir unter anderem den Rhythmus des Herzens bestimmen und Aussagen über abgelaufene oder akute Infarkte am Herzen treffen.

 

Langzeit-EKG

Rhythmusstörungen können eigenständig aber auch als Folge von Herz- und anderen Erkrankungen auftreten. Sie verursachen neben vielen anderen Symptomen auch Schwindel und mitunter gefährliche Ohnmachten. Sowohl für die Diagnostik als auch für die Kontrolle der Therapie von Rhythmusstörungen haben wir viele Möglichkeiten. In der Regel wird zur ersten Diagnostik ein Langzeit-EKG abgeleitet, welches für 24, 48 oder auch 72 Stunden das EKG über 4 auf die Haut geklebte Elektroden fortlaufend erfasst. Bei Rhythmusstörungen, die seltener auftreten, kann unter anderem ein Ereignisrecorder eingesetzt werden.

Ereignisrecorder

Wir haben die Möglichkeit eine ereignisbezogene Langzeit-EKG Aufnahme durchzuführen. Diese läuft entweder für 7 Tage, kann bei Bedarf auch auf 14 oder 21 Tage verlängert werden.

Eine zweite Möglichkeit ist die patientengetriggerte Ereignisaufzeichnung mittels Daumen-EKG. Mit diesem Gerät können Sie unkompliziert auch im Alltag kurze EKG-Episoden aufnehmen und diese direkt an unser telemedizinisches Zentrum schicken. Dort werden die EKG ausgewertet und Sie erhalten von uns Information über eventuell aufgetretene Rhythmusstörungen. Der Beobachtungszyklus mittels Daumen-EKG beträgt 14 Tage, kann bei Notwendigkeit aber verlängert werden.

Eine weitere Möglichkeit, insbesondere bei ungeklärten Ohnmachten, besteht in der Implantation eines Ereignisrekorders. (Für weitere Informationen siehe Implantationszentrum/Ereignisrecorder)

Ergometrie (Belastungs-EKG) / Spiroergometrie

Ist bei Ihnen eine Ergometrie geplant, wollen wir Informationen über den Herzrhythmus, die Sauerstoffversorgung und den Blutdruck unter körperlicher Belastung erhalten. Dazu müssen Sie sich auf unser Ergometer begeben und kontinuierlich mit 60 Umdrehungen pro Minute eine alle 2 Minuten anwachsende Last treten. Das EKG wird fortlaufend registriert und gespeichert.

Bei Notwendigkeit können wir diese Untersuchung auch als Spiroergometrie durchführen. Dabei werden unter anderem auch die Atemgase kontinuierlich gemessen.

Echokardiographie (Herzultraschall) / Stressecho

Bei dieser Untersuchung wird Ihr Herz mit Hilfe von reflektierten Ultraschallwellen auf einem Monitor dargestellt. Damit können strukturelle Herzerkrankungen, Klappenfehler und viele andere Informationen über Ihr Herz gesammelt werden. Bei Kontrolluntersuchungen können diese aufgrund der digitalen Bild- und Videoarchivierung gut miteinander verglichen werden. Sowohl positive als auch negative Entwicklungen können so erkannt werden.

Durch die Gabe eines bestimmten Medikaments können wir eine sogenannte Stressechokardiographie durchführen. Damit sind Aussagen über die Funktion der Herzkranzgefäße möglich.

Herzkatheter-Untersuchung

Zunehmende belastungsabhängige Herzbeschwerden können ein Anzeichen für eine Durchblutungsstörung des Herzens sein. In diesem Fall kann eine Herzkatheteruntersuchung Klarheit darüber liefern, ob eine Engstelle in den Herzkranzgefäßen Ursache für die Beschwerden ist oder nicht. Diese Untersuchung ist ein invasiver Eingriff und wird von uns aktuell stationär durchgeführt. Wir bieten Ihnen diese Diagnostik an und führen diese Untersuchung regelmäßig im Klinikum Südstadt durch. Sollte eine solche Untersuchung bei Ihnen notwendig sein, werden wir Sie vor dem Eingriff über den Ablauf der Untersuchung und mögliche Risiken aufklären. Nach dem Eingriff wird dann durch uns das weitere Vorgehen mit Ihnen besprochen und geplant.

Herzschrittmacher- und Defibrillatorkontrollen

Patienten mit implantierten Schrittmachern oder Defibrillatoren müssen in entsprechenden Zeitintervallen zur Kontrolle des entsprechenden Aggregates, um die Funktionstüchtigkeit zu gewährleisten, notwendige Änderungen der Programmierung vorzunehmen und rechtzeitig eine nahende Batterieerschöpfung zu erkennen.

Wir kontrollieren in unserer Praxis die Schrittmacher und Defibrillatoren folgender Firmen: Medtronic, Biotronik, Vitatron, SJM, LivaNova/Sorin und Boston Scientific. Auch die älteren Schrittmacher aus den Baureihen der DDR können bei uns kontrolliert werden.

 

Ab sofort können wir auch die subkutanen Defibrillatoren der Firma Boston Scientific bei uns kontrollieren.